Verkaufsoffener Sonntag in Nordrhein-Westfalen
Was das Ladenöffnungsrecht in Nordrhein-Westfalen erlaubt und was die Kommunen daraus machen.
| Rechtsgrundlage | Ladenöffnungsgesetz Nordrhein-Westfalen (LÖG NRW), § 6 |
|---|---|
| Öffnung werktags | Montag bis Samstag von 0 bis 24 Uhr zulässig. |
| Verkaufsoffene Sonntage | Bis zu acht verkaufsoffene Sonntage pro Jahr und Gemeinde. Die Öffnung ist auf höchstens fünf Stunden begrenzt und beginnt frühestens um 13 Uhr. |
| Advent | Adventssonntage können freigegeben werden, soweit die Höchstzahl eingehalten wird. |
Besonderheiten
NRW ist das Bundesland mit der höchsten Zahl verkaufsoffener Sonntage. Gleichzeitig werden Freigaben hier besonders häufig gerichtlich überprüft, weil ein sachlicher Anlass nachgewiesen werden muss.
Termine erfragst du bei der Stadt
Welche Sonntage konkret freigegeben sind, entscheidet die Kommune per Verordnung, oft gebunden an einen Anlass. Die Termine ändern sich jährlich und werden gelegentlich gerichtlich gekippt. Verlässlich sind nur die Angaben der Stadt oder des örtlichen Handels.
Was unabhängig vom Sonntag gilt
Von den Ladenschlussregeln ausgenommen sind in allen Ländern unter anderem Tankstellen für Reisebedarf, Apotheken im Notdienst sowie Verkaufsstellen in Bahnhöfen und an Flughäfen. Bäckereien dürfen sonntags meist für einige Stunden öffnen. Deshalb findet sich auch an einem normalen Sonntag ein Grundangebot.
Häufige Fragen
Wie viele verkaufsoffene Sonntage sind in NRW erlaubt?
Bis zu acht pro Jahr und Gemeinde, jeweils höchstens fünf Stunden und frühestens ab 13 Uhr.
Warum werden Termine in NRW manchmal kurzfristig abgesagt?
Weil für jede Freigabe ein sachlicher Anlass erforderlich ist. Fehlt dieser, können Gerichte die kommunale Verordnung auch kurzfristig außer Vollzug setzen.
Rechtsstand
Recherchestand September 2026. Wir geben die Rechtslage allgemein wieder und erteilen keine Rechtsauskunft im Einzelfall. Maßgeblich ist der Gesetzestext des Landes in seiner aktuellen Fassung.